Die Orgeln im Rottenburger Dom wurden von der Firma Hubert Sandtner aus Dillingen an der Donau erbaut. Die Orgelanlage des Domes (Haupt- und Chororgel) hat heute 76 klingende Register (insgesamt 5142 Pfeifen).

 

Hauptorgel

 Die Hauptorgel auf der Westempore wurde 1978/79 von Hubert Sandtner erbaut und 2003 überholt, wobei der Prospekt dem nach der Renovation veränderten Kirchenraum angepasst wurde. Das Instrument hat 63 Register (4331 Pfeifen) auf vier Manualen und Pedal (Schleifladen). Darunter befinden sich ein Röhrenglockenspiel (25 Klangstäbe), das im Jahre 2007 von Dompfarrer Msgr. Harald Kiebler gestiftet wurde, und als Besonderheit eine originale Schiedmayer-Celesta aus den 1950er Jahren (61 Metallblättchen).

 

Die Spieltraktur ist mechanisch und elektrisch (Doppeltraktur), die Registertraktur ist elektropneumatisch.

 

 

I Rückpositiv C–g3

1.

Principal

8′

2.

Rohrgedeckt

8′

3.

Oktave

4′

4.

Querflöte

4′

5.

Gemshorn

2′

6.

Sesquialtera II

 

7.

Larigot

113

8.

Scharff IV

1′

9.

Holzdulcian

16′

10.

Cromorne

8′

11.

Glocken (g–g2)

 
 

Tremulant

 

 

II Hauptwerk C–g3

12.

Praestant

16′

13.

Principal

8′

14.

Flauto

8′

15.

Gamba

8′

16.

Octave

4′

17.

Blockflöte

4′

18.

Quinte

223

19.

Octave

2′

20.

Cornet V

 

21.

Mixtur IV

113

22.

Cimbel III

23

23.

Trompeta magna (Ch.)

16′

24.

Trompete

8′

25.

Clarion (Ch.)

4′

26.

Celesta

 
III Schwellwerk C–g3   

27.

Bourdon

16′

28.

Principal

8′

29.

Spillflöte

8′

30.

Salicional

8′

31.

Schwebung

8′

32.

Octave

4′

33.

Holzflöte

4′

34.

Viola

4′

35.

Nasard

223

36.

Waldflöte

2′

37.

Terzflöte

135

38.

Septime

117

39.

Sifflet

1′

40.

Mixtur V

2′

41.

Fagott

16′

42.

Trompette

8′

43.

Oboe

8′

44.

Clairon

4′

 

Tremulant

 

 

 IV Brustschwellwerk C–g3

45.

Holzgedeckt

8′

46.

Quintade

8′

47.

Rohrflöte

4′

48.

Principal

2′

49.

Terz

135

50.

None

89

51.

Cimbel I-II

12

52.

Vox humana

8′

 

Tremulant

 

 

Pedal C–f1

53.

Untersatz

32′

54.

Principal

16′

55.

Subbaß

16′

56.

Octave

8′

57.

Spielflöte

8′

58.

Octave

4′

59.

Mixtur V

2 23

60.

Bombarde

32′

61.

Posaune

16′

62.

Trompete

8′

63.

Schalmey

4′

 -

Glocken (G-f1)= Nr.11

 

 

  • Koppeln:
    • Normalkoppeln: I/II, III/I, III/II, IV/I (elektrisch); IV/II, IV/III, I/P, II/P, III/P, IV/P (mechanisch)
    • Suboktavkoppeln: III/I, III/II (elektrisch)
    • Chororgel-Koppeln: II/I, I/II, II/II (Superoktavkoppel), I/P, II/P

 

  • Spielhilfen:
    • elektronische Setzeranlage mit Sequenzer, USB-Laufwerk, Walze (60 Stufen)
    • Absteller für Chamaden (einzeln), Zungen, Mixturen; Ansteller für Celesta II und Chororgel
    • 2 Schwelltritte, Schweller Chororgel links/rechts
  • Anmerkung: (Ch.) = horizontales Zungenregister „en chamade“

 

   

 

 

Chororgel

Die Chororgel wurde im Jahre 2003 erbaut und – dank zahlreicher Spender – im Jahre 2007 vervollständigt. Das Instrument hat 13 Register auf zwei Manualen und Pedal, darunter ein extendiertes Register und eine Transmission ins Pedal (Subbass 16′). Die Spiel- und Registertrakturen sind elektrisch. Die Chororgel hat einen mobilen elektrischen Spieltisch im Altarraum und ist vom Spieltisch der Hauptorgel aus spielbar. Seit 2013 lässt sich vom zweimanualigen Chororgelspieltisch aus auch die Hauptorgel in vollem Umfang spielen, wobei die einzelnen Teilwerke frei zuschaltbar sind (liturgischer Zentralspieltisch, eingerichtet durch die Firma Hugo Mayer Orgelbau, Heusweiler).

 

I Hauptwerk C-g3

1.

Bourdon

16′

2.

Principal

8′

3.

Gedeckt (Ext. Nr. 1)

8′

4.

Gambe

8′

5.

Octave

4′

6.

Flûte douce

4′

II Schwellwerk C–g3

7.

Rohrflöte

8′

8.

Salicional

8′

9.

Prestant

4′

10.

Cornet II

2 23

11.

Doublette

2′

12.

Mixtur II

1 13

13.

Trompete

8′

 

Tremulant

 

Pedal C-f1

14.

Subbass (= Nr. 1)

16′

 

  • Koppeln: II/I, I/P, II/P, II/II (Superoktavkoppel)
  • Spielhilfen: Setzerkombination, Sequenzer, USB-Laufwerk, 2 Schwelltritte, Schweller CO links/rechts, Hauptorgel an,         SW 16′ (HO), Celesta II an (HO).

 

 

 

Truhenorgel

 

Die Truhenorgel des Doms wurde 2015 von der Domsingschule Rottenburg bei dem niederländischen Orgelbauer Henk Klop  (NL-Garderen) in Auftrag gegeben. Das Instrument hat 5 Register auf einem Manual (C–f3) und ist komplett mit Holzpfeifen (229) bestückt, was einen sehr warmen und tragfähigen Klang mit sich bringt. Die Register Gedeckt 8′, Prinzipal (ab f0) 8′, Rohrflöte 4′ und Octave 2′ sind in Bass und Diskant geteilt (bei h0/c1). Das Register Quinte 3′ ist ein reines Diskantregister.

 

Die Truhenorgel ist regulär in leicht ungleichstufiger Stimmung temperiert und von der Tonhöhe her auf die beiden anderen Orgeln des Domes abgestimmt, so dass ein gemeinsames Musizieren möglich ist. Das Instrument verfügt über eine Transponiervorrichtung (+/- einen Halbton).